Kurz gesagt
Für Kinder zählen zuerst zwei Dinge: eine gute Absicherung gegen Unfall und schwere Krankheit und ein Sparplan, der viel Zeit hat. Wer früh anfängt, kommt schon mit kleinen Beträgen weit.
Erst absichern
- Familien-Haftpflicht: Kinder sind in der Privathaftpflicht der Eltern mitversichert. Achten Sie darauf, dass auch Schäden durch kleine Kinder bezahlt werden, die rechtlich noch nicht haften.
- Unfall- oder Kinderinvaliditätsversicherung: Die gesetzliche Unfallversicherung gilt nur in Kita, Schule und auf dem Weg dorthin, nicht in der Freizeit und nicht bei Krankheit. Eine Kinderinvaliditätsversicherung zahlt auch, wenn eine Krankheit zu bleibender Beeinträchtigung führt.
- Zahnzusatz: Kieferorthopädie wird schnell teuer. Die Versicherung muss abgeschlossen sein, bevor eine Behandlung absehbar ist.
- Berufsunfähigkeit für Schüler: Viele Gesellschaften versichern schon Jugendliche. Gesund und jung eingestiegen, bleibt der Beitrag dauerhaft günstig.
Dann sparen: Zeit ist der größte Vorteil
Wer ab der Geburt monatlich 50 Euro zurücklegt, hat bis zum 18. Geburtstag 10.800 Euro eingezahlt. Mit Erträgen und Zinseszins wird daraus deutlich mehr, ohne dass es im Familienbudget groß auffällt. Je länger das Geld arbeitet, desto weniger müssen Sie selbst einzahlen.
- Fondssparplan: flexibel, jederzeit änderbar und über lange Zeiträume mit guten Ertragschancen. Kurzfristig schwankt der Wert.
- Bausparvertrag: planbar und gut geeignet, wenn das Geld später in die eigenen vier Wände fließen soll.
- Kinderversicherung mit Beitragsschutz: Stirbt ein Elternteil oder wird berufsunfähig, zahlt der Versicherer die Beiträge weiter.
Auf wessen Namen sparen?
Ein Konto oder Depot auf den Namen des Kindes gehört dem Kind. Sie können die Freibeträge des Kindes nutzen, ab dem 18. Geburtstag verfügt das Kind aber allein über das Geld. Sparen Sie auf Ihren eigenen Namen, behalten Sie die Kontrolle und entscheiden selbst, wann und wofür das Geld eingesetzt wird.
Auch Großeltern, Paten oder Verwandte können in einen Sparplan einzahlen, etwa zu Geburtstagen. Das ist oft sinnvoller als das nächste Spielzeug.
Häufige Fragen
Ab wann kann ich für mein Kind sparen?
Ab der Geburt. Konten und Depots lassen sich auf den Namen des Kindes eröffnen, die Eltern verwalten sie bis zur Volljährigkeit.
Wie viel sollte ich monatlich zurücklegen?
Das hängt von Ihrem Budget und Ihrem Ziel ab. Wichtiger als ein hoher Betrag ist ein früher Start. Schon 25 oder 50 Euro im Monat machen über die Jahre einen großen Unterschied.
Brauchen Kinder eine eigene Haftpflicht?
Nein, solange sie über die Familien-Haftpflicht der Eltern mitversichert sind. Das gilt in der Regel bis zum Ende der ersten Ausbildung oder des Studiums.
Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine persönliche Beratung. Leistungen und Bedingungen unterscheiden sich je nach Gesellschaft und Tarif. Maßgeblich sind die jeweiligen Versicherungsbedingungen.